Ausnahmen in der gesunden Ernährung: Festtage müssen sein

Montag Mrz 22, 2010

Schlechtes Gewissen kennt man, vor allem, wenn es um das Essen geht. Dass es aber einfach nicht zu realisieren ist, sich immer und fortwährend, ohne eine Unterbrechung, gesund zu ernähren, ist mindestens eine ebenso bekannte Tatsache. Kaum ein Mensch schafft es, ohne Ausnahme immer das zu tun, was ideal für die Gesundheit wäre. Schon der kleinste Verstoß, zum Beispiel in Form eines panierten Schnitzels müsste verboten sein, wollte man in der Ernährung alles richtig machen. Nicht ein Tröpfchen Alkohol, nicht ein Gramm Schokolade - sich so zu kasteien, das kann nicht der Sinn des Lebens sein.

Durch ein wenig Jonglieren kann man die Ausnahmen, die man sich bei einem ansonsten gesunden Leben gestattet, leicht wettmachen. Damit ist gemeint, an einem Tag, an dem eine Feier ins Haus steht, etwas sparsamer zu frühstücken, vielleicht auf ein leichtes Mittagessen zurück zu greifen. Schließlich gibt es ja auch Anlässe, zu denen man richtig feiert. Und wie feiert man? Mit leckerem Essen und einem Gläschen, mit dem man sich zuprostet. Manchmal biegen sich die Tische, so viele Köstlichkeiten werden aufgefahren. Den anderen zuzusehen, wie sie schlemmen und selbst am Leitungswasser zu nippen, ist nicht nur schwer, sondern unnötig. Egal, ob Namenstag, Geburtstag, Jubiläum: Mit Rohkost und Karotten ist eine Feier nicht das, was sie sein soll. Man stelle sich einmal vor, zum Geburtstag oder zu einem Jubiläum würde nicht mit Sekt oder einem Glas Wein angestoßen, sondern mit Karottensaft oder nur reinem Wasser. Bewusst und ohne Übermaß zu genießen, dafür an anderen Tagen etwas kürzer treten: So sollte man hier verfahren.

Man könnte sagen, die Ausnahmen machen das Durchhalten leichter. Wenn man sich immer wieder etwas vergönnt, was auf dem gesunden Ernährungsplan nicht oder wenig vorkommt, dann ist die Motivation, den Rest der Zeit etwas mit den Kalorien zu haushalten und viele Vitamine zu verzehren, viel größer. Es entsteht weder Heißhunger, noch Frust. Man macht sich zudem beim Gastgeber unbeliebt, bei den Freunden zum Außenseiter, wenn man hier den Gesundheitsapostel spielt. Mitfeiern ist erlaubt, mit allen Konsequenzen. Man hat es schließlich selbst in der Hand, den Genuss des einen Tages mit etwas Verzicht an den folgenden wieder auszugleichen.

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